Mittwoch, 21. August 2019

Interima Monthey: Ein alter Bekannter kehrt zurück

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Stéphane de Siebenthal leitete von 2002 bis 2006 die Interima-Agentur in Monthey (VS). Nach einer Abwesenheit von gut zehn Jahren, in der er im Weinhandel und in der Gastronomie tätig war, kehrte er im Frühling wieder in diese Rolle zurück. Anlässlich seiner Rückkehr zum Unternehmen erklärt der ehemalige Profifussballer (Gewinner des Schweizer Cup mit GC 1988), wie sich der Konzern, dem er erstmals 2001 beigetreten ist, geändert hat und wie er die Marktstrategie erneuern möchte, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Eine Zahl reicht aus, um zu zeigen, wie weit sich die Interiman Group entwickelt hat, seit er seine Position als Leiter der Interima-Filiale in Monthey 2006 verliess. «Der Konzern hatte damals 13 Filialen, heute sind es 62», führt der 52-jährige Walliser an, der seine Freude darüber, alte Weggefährten wiederzutreffen, nicht verbirgt. Zu diesen zählen u. a. Gründer Raymond Knigge und Geschäftsführer Thierry Jacquier, mit denen er all die Jahre in Kontakt blieb, selbst als er auf den Weinhandel umsattelte und bei Badoux Vins beschäftigt war und später eine Bar in Vevey (VD) leitete.

Unveränderte Grundprinzipien

Sein Eindruck nach der Rückkehr ins Unternehmen? «Das Arbeitsumfeld hat sich enorm geändert, vor allem aufgrund der Ausweitung des Unternehmens auf die gesamte Schweiz und der Gründung zahlreicher spezialisierter Agenturen, mit denen viele Synergien bestehen. Die Grundprinzipien sind jedoch nach wie vor dieselben. Das Unternehmen ist seinen Werten treu geblieben. Auch die zwischenmenschliche Dimension, die mit unserer Tätigkeit verbunden ist, hat sich nicht geändert. Dies freut mich ganz besonders. Die Verbindungen, die wir täglich mit den Bewerbern und mit den Unternehmen eingehen, gefallen mir an meiner Tätigkeit besonders, wie übrigens auch die Tatsache, dass wir dadurch zur Weiterentwicklung jedes Einzelnen beitragen.»

In den letzten zehn Jahren hat der Markt in Monthey und der gesamten Region einige wichtige Entwicklungen durchlaufen. Zahlreiche Industrieunternehmen haben den Betrieb eingestellt oder ihren Sitz verlagert. Ausserdem hat sich der Wettbewerb verstärkt. Diese neue Entwicklung nimmt Stéphane de Siebenthal gelassen: «Ich bin niemand, der den Kopf hängen lässt. Im Gegensatz. Mir gefällt die Vorstellung, dass ich über mich hinauswachsen muss und fürchte mich ganz sicher nicht davor, mir neue Strategien ausdenken zu müssen. Für uns wie für die Konkurrenz besteht die Herausforderung darin, das Besondere zu finden. Daher sind wir neben den herkömmlichen Rekrutierungsoptionen auch an alternativen Möglichkeiten interessiert, damit wir die passenden Mitarbeiter finden.» Es ist zwecklos, ihn nach mehr Details zu fragen: Er hütet seine Geheimnisse sorgsam und versteht es gut, nur die Unternehmen daran teilhaben zu lassen, mit denen sein dreiköpfiges Team zusammenarbeitet.

Konkurrenzdenken

Sein Konkurrenzdenken, um nicht zu sagen seine kämpferische Einstellung, hat der Walliser zweifellos aus seiner sportlichen Karriere. Viele sind berufen, aber nur wenige sind auserwählt – dieses bekannte Sprichwort beschreibt die Welt des Sports perfekt. «Nach meinen Anfängen bei Vevey Sports, hatte ich das Glück, 15 Jahre lang professionell Fussball zu spielen, darunter bei Grasshopper (GC), Sion, Montreux, Yverdon, St. Gallen, Will und Stade Nyonnais. Von all diesen Jahren erinnere ich mich noch sehr gut an das Finale im Schweiz Cup 1988, das ich mit meinem damaligen Verein GC 2:0 gegen Schaffhausen gewann, und an zwei Spiele, die wir im Europapokal gegen Dynamo Moskau bestritten.» Er freut sich sehr darüber, dass sein Sohn, Mickaël Facchinetti, in seine Fussstapfen tritt. «Nachdem er letztes Jahr die Meisterschaft Zyperns mit APOEL Nikosia gewann, unterzeichnete er einen Vertrag mit Sion. Wir haben also schon beide für diesen Verein gespielt, wie auch für St. Gallen. Ich bin sehr stolz auf ihn und verpasse keines seiner Spiele!»

#Interiman