Mittwoch, 1. Mai 2019

Der rapide Aufschwung von TACK-TMI International (Switzerland) SA

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Das Unternehmen TACK-TMI International (Switzerland) SA unter der Leitung von Thomas Deburggraeve bietet seinen Ausbildungsservice seit der Gründung Ende 2017 im gesamten Gebiet an. Die Kernzielgruppe? Grossunternehmen und KMUs, die einen lokalen Partner mit internationaler Erfahrung suchen, um innovative Ausbildungsmodule auszuarbeiten, damit sie widerstandsfähiger werden, die Eigendisziplin erhöhen und sich besser an Veränderungen anpassen können.

Thomas Deburggraeve, Sie sind der Direktor von TACK-TMI International (Switzerland) SA. Welche Bilanz ziehen Sie nach den ersten 18 Monaten in der Schweiz?

Eine erfreuliche. Genf, wo sich unser Sitz befindet, liegt im Herzen der Zone, die sich mitten im Aufschwung befindet und wo die Schweizerischen und internationalen Unternehmen Beweis dieser weitreichenden Dynamik sind. Die Stadt ist ausserdem ein frankophones Zentrum mit Verbindungen u. a. nach Frankreich, Belgien und in den Maghreb. Dies fördert die Entstehung zahlreicher internationaler Projekte, zu denen wir über unser Ausbildungsangebot beitragen. Die Präsenz in den drei wichtigen Sprachregionen des Landes ist für uns zudem ein hervorragendes Relais für das Wachstum.

Welche Stationen hat Ihre Entwicklung durchlaufen?

Wir haben zunächst ein Team aus etwa 15 Personen mit einem harten Kern aus vier Mitarbeitern zusammengestellt. Zu diesem Kern zählt Arnaud Kahn, der den Ausbildungsbereich leitet und mehr als 20 Jahre Erfahrung darin hat. Er verleiht unseren Programmen ihre Qualität. Dank ihm erstellen wir massgeschneiderte Ausbildungskonzepte. Anschliessend haben wir unsere Ziele und unseren kommerziellen und pädagogischen Ansatz definiert, wobei wir stets die Besonderheiten von TACK-TMI International (Switzerland) SA berücksichtigt haben. Aus diesen mit Leidenschaft geführten Diskussionen hat sich eine klare Vision hervorgetan, dank der wir die DNS unseres Unternehmens ganz präzise definieren konnten.

Wie sieht diese DNS aus?

Sie ist mit einem Paradox verknüpft. Einerseits ist da die internationale Dimension des Unternehmens (Filialen in 55 Ländern und Ausbildungsangebote in 37 Sprachen) und andererseits ist es lokal stark verankert. Ja, wir sind eines der führenden Unternehmen weltweit mit unseren Modulen rund um Themen wie Führungsqualität, Management, Änderungsmanagement, Vertrieb, Zeit- und Stressmanagement etc. Und wir sind auch an ein Unternehmen gebunden, das vor 60 Jahren gegründet wurde und von dessen Know-how, internationalen Netzwerken und methodischen Werkzeugen wir profitieren. Gleichzeitig sind wir ein lokaler Anbieter, bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht und der enge Beziehungen zu seinen Kunden unterhält. Ihnen bieten wir personalisierte Ausbildungslösungen, die vor allem auf die Soft Skills abzielen. So können die individuelle, die kollektive und die Unternehmensleistung verbessert werden.

Was macht Ihr Angebot so besonders?

Es ist ganz eng mit unserem persönlichen Lebensweg verknüpft. Mehrere meiner Kollegen und auch ich sind ehemalige Profisportler. Welche Bedeutung hat dies im Hinblick auf die Ausbildung? Der Profisport ist eine der wenigen Umgebungen, in der es immer um Verbesserungen geht und in der der Erfolg vor allem von der Anpassungsfähigkeit abhängt. Natürlich ist nicht jeder sportbegeistert, aber von jeder Betätigung lässt sich, auch im Amateurbereich, etwas lernen, das im Verkauf, beim Management und bei der allgemeinen Leistungsverbesserung gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Das heisst?

Ich möchte hier nicht alle unsere Geheimnisse preisgeben (schmunzelt), sondern werde Ihnen stattdessen ein konkretes Beispiel nennen. Bei unseren lokal umgesetzten Ausbildungsmodulen gibt es eine Übung, die wir «Halbzeit-Coaching» nennen. Jeder von uns hat schon eine Partie gesehen, bei der eine in der ersten Halbzeit erbärmlich spielende Mannschaft, in der Umkleidekabine eine totale Verwandlung durchmacht und in der zweiten Hälfte brilliert. Die Leute fragen sich, was sich in einem solchen Fall hinter den Kulissen ereignet. Die Qualitäten des Trainers werden oft gerühmt, ohne dass man genau weiss, was er seinem Team eigentlich gesagt hat. Davon stammt die Idee, eine Analogie zwischen dem Coaching im Sport und dem Alltag im Unternehmen herzustellen. Dies soll den Führungskräften ermöglichen, die richtigen Worte zu finden, um ihre Mitarbeiter zu motivieren. In der Umkleidekabine muss das Wesentliche innerhalb von fünf Minuten gesagt und verstanden werden. Da meine Kollegen und ich dies selbst miterlebt haben, sind wir in der Lage, das Wesentliche zu extrahieren, damit diese Technik in die Arbeitswelt übertragen werden kann, und zwar unabhängig von der Branche.

Wie stehen die Unternehmen diesem pädagogischen Ansatz gegenüber?

Er kann sie durchaus aus dem Konzept bringen, das steht fest. Natürlich bieten wir auch traditionellere Methoden an, die ebenfalls wirksam sind, aber wir lenken die Aufmerksamkeit auf eine Realität, die niemand mehr ignorieren kann. Diese Realität ist das Entstehen einer neuen Generation von Führungskräften und Managern, die das hierarchische System noch kennt und sich davon lösen möchte. Diese neue Generation ist fest entschlossen und hat eine hohe Leistungsbereitschaft. Sie gibt sich nicht mehr damit zufrieden, Befehle zu befolgen, ohne sie zu hinterfragen und ihre Relevanz zu verstehen. Manche stehen so plötzlich hilflos einer Generation gegenüber, die sie nicht immer verstehen und für die sie nicht über die geeigneten pädagogischen Mittel verfügen, um wirksam mit ihnen zu kommunizieren.

Was raten Sie in dieser Sache?

Man muss die Gründe verstehen, warum viele Jüngere beispielsweise eine Position in einem Start-up bevorzugen. Das Interesse an diesen Strukturen hängt weniger damit zusammen, dass dort Jeans als Arbeitskleidung angemessen sind oder man während der Pausen Töggeli spielt, sondern vielmehr mit der Unternehmenskultur, die dort herrscht. Bis vor Kurzem war es noch der Traum eines jeden Absolventen, einem internationalen Konzern oder einer renommierten Bank beizutreten. Heute geht es ihnen um die Forschung an einem Projekt, das in ihren Augen sinnvoll ist. Vor diesem Hintergrund ist die Analogie zum Profisport mit seinen konkreten und teamfördernden Zielen besonders zutreffend.

Sie haben gesagt, dass das Team aus mehreren ehemaligen Profisportlern besteht. Was haben Sie sich von dieser Karriere bewahrt?

Wir hatten im Grunde die Chance, unsere Leidenschaft voll auszuleben und mit den Anforderungen konfrontiert zu werden, die jeder Sport auf einem hohen Niveau mit sich bringt. Aber man muss diesen Prozess nicht durchlaufen haben, um zu verstehen, dass die Eigenschaften, die wir uns im Wettbewerb angeeignet haben und die wir in unseren Ausbildungsmodulen vermitteln (Widerstandsfähigkeit, Selbstdisziplin und Anpassungsfähigkeit), in der Berufswelt äusserst wichtig und relevant – und dank unserer selbst entwickelten Programme auch übertragbar sind.

#Interiman